[Bild] DAS GEISTIGE WESEN

     Der Thetan wird in Scientology beschrieben als etwas ohne Masse, ohne Wellenlänge, ohne Energie und ohne Zeit oder Position im Raum, außer durch Betrachtung oder Postulat. Das geistige Wesen ist also kein Ding. Es ist der Erschaffer von Dingen.

     Der gewöhnliche Aufenthaltsort des Thetans ist im Schädel oder in der Nähe des Körpers. Ein Thetan kann in einem von vier Zuständen sein. Im ersten wäre er völlig von einem Körper oder von Körpern getrennt oder sogar von diesem Universum. Im zweiten wäre er in der Nähe eines Körpers und würde diesen wissentlich kontrollieren. Im dritten würde er sich im Körper (im Schädel) befinden und der vierte wäre ein umgekehrter Zustand, bei dem er zwanghaft vom Körper entfernt ist und sich ihm nicht annähern kann. Es gibt Abstufungen für jeden einzelnen dieser vier Zustände. Vom Standpunkt des Menschen ist der zweite der optimalste dieser Zustände.

     Ein Thetan unterliegt dem Verfall. Dies ist zunächst schwer zu begreifen, weil seine ganze Tätigkeit darin besteht, zu betrachten oder zu postulieren. Durch seine Postulate verwendet er verschiedene Methoden, einen Körper zu kontrollieren. Es ist offenkundig, daß der Thetan degeneriert, aber es ist auch eine Tatsache, daß er jederzeit seine gesamte Fähigkeit wiedererlangen kann. Da er Beingness mit Masse und Aktion verbindet, betrachtet er sich selbst nicht als jemand, der eine individuelle Identität oder einen Namen hat, es sei denn, er ist an einem oder mehreren der Spiele des Lebens beteiligt.

     Die Prozesse von Scientology können dies dem Individuum mit größerer und kleinerer Geschwindigkeit aufzeigen, und eines der vielen Ziele des Prozessings in Scientology besteht darin, das Individuum zu „exteriorisieren“ und es in den vorher erwähnten zweiten Zustand zu bringen, da man entdeckt hat, daß es in dieser Position glücklicher und fähiger ist.

Der Verstand
     Der Verstand ist ein Kommunikations- und Kontrollsystem zwischen dem Thetan und seiner Umwelt. Der Verstand ist ein Netzwerk von Kommunikationen und Bildern, Energien und Massen, die durch die Tätigkeiten des Thetans gegen das physikalische Universum oder andere Thetans ins Dasein gerufen werden. Ein Thetan richtet verschiedene Kontrollsysteme ein, damit er fortfahren kann, einen Körper einzusetzen, um durch den Körper Dinge im physikalischen Universum sowie auch andere Körper zu handhaben. Der am meisten ins Auge fallende Teil des Verstands kann von jedem, der sich nicht in einem ernsten Zustand befindet, erkannt werden. Dies ist das „geistige Eindrucksbild“. In Scientology nennen wir dieses geistige Eindrucksbild ein Faksimile, wenn es sich um eine „Photographie“ des physikalischen Universums irgendwann in der Vergangenheit handelt. Wir nennen dieses geistige Eindrucksbild ein Mock-up, wenn es von dem Thetan oder für ihn erschaffen wird und nicht aus einer Photographie des physikalischen Universums besteht. Wir nennen ein geistiges Eindrucksbild eine Halluzination oder richtiger einen Automatismus, wenn es von einem anderen erschaffen und von einem selbst gesehen wird.

     Mit dieser Wesenheit, die Verstand genannt wird, verbinden sich vielfältige Phänomene. Manche Menschen sehen, wenn ihre Augen geschlossen sind, nur Schwärze, manche sehen Bilder. Manche Menschen sehen Bilder, die durch Körper-Reaktionen hervorgerufen werden. Manche Menschen sehen nur schwarze Schirme. Andere sehen goldene Linien. Andere sehen Räume, aber der Schlüsselgedanke des gesamten Systems, das der Verstand genannt wird, ist Postulat und Wahrnehmung. Mit Leichtigkeit sind zehntausend neue, voneinander unabhängige geistige Phänomene, die von früheren Beobachtern bisher nicht gesehen worden waren, in Scientology und Dianetik klassifiziert worden.

     Durch das Kommunikationssystem, das Verstand genannt wird, erhält der Thetan verschiedene Eindrücke, einschließlich direkter Ansichten des physikalischen Universums. Zusätzlich dazu erhält er Eindrücke von früheren Aktivitäten, und, was am wichtigsten ist, er stellt sich, da er selber einer absoluten Knowingness [Bewußtsein, das nicht von Wahrnehmung abhängig ist] nahe ist, bezüglich Vergangenheit und Zukunft Dinge vor, die von den unmittelbar vorliegenden Reizen unabhängig sind. Der Verstand ist nicht in seiner Gesamtheit ein Reizreaktions-Mechanismus, wie es uns die alte marxistische Psychologie, so wie sie einst an Universitäten gelehrt wurde, glauben machen wollte. Der Verstand hat drei Hauptunterteilungen. Die erste könnten wir den analytischen Verstand, die zweite den reaktiven Verstand und die dritte den somatischen Verstand nennen.


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